Ins kalte Wasser gesprungen – Wie ich zu der Ehre kam, Laudator beim marburger Leuchtfeuer zu sein

Kaum war ich am vergangenen Dienstag fünf Stunden aus dem Urlaub zurück, als ich einen Anruf erhielt. Franz-Josef Hanke bat mich, die Laudatio beim diesjährigen Marburger Leuchtfeuer für soziale Bürgerrechte zu halten. Das war ein spannendes Unternehmen.

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Wieder da!

Wir sind aus einem wunderschönen Urlaub zurückgekommen, meine Liebste und ich, und zwar ausgerechnet am vergangenen Dienstag.

Montagsabends kamen zwei Freundinnen zu uns und erzählten, dass in einer Stunde der Sturm beginne. Die Sonne schien warm, man könnte auch heiß sagen, vom wolkenlosen Himmel, aber es war bereits eine heftige Sturmwarnung ausgegeben worden. Und tatsächlich wurde es eine Stunde später richtig schwarz in der Luft, nur an manchen Stellen war es bunt. Der Sturm war da.

Allerdings hat es nicht wirklich viel gestürmt, vor allem kam regen vom Himmel, und das die ganze Nacht. Ich hatte meiner Liebsten schon prophezeiht, dass vielleicht in Deutschland keine Züge fahren würden. Allerdings sollte man so etwas nicht sagen, wenn man für seine Schwarzseherei bekannt ist. Es könnte sein, dass einem dann nicht geglaubt wird. Und so war es auch diesmal.

Am nächsten Morgen schien die Sonne wieder, und mir war ums Herz so froh. Obwohl: Eigentlich stimmte das nicht, es war immerhin unser Abreisetag. Trotzdem packten wir brav unsere Sachen und verabschiedeten uns von unseren Freunden. In Düsseldorf habe es sogar Tote gegeben, sagte eine Freundin, ein paar Züge könnten sogar ausgefallen sein. „Das hätte ich nicht gedacht“, erwiderte meine Liebste. Ich hingegen schwieg still und wartete ab.

Und zwar, bis wir auf dem Bahnhof von Venlo anlangten. Auf dem Weg zum Eingang hörte ich, wie ein Mann auf englisch sagte: „Everything is destroyed in Germany“, in Deutschland ist alles zerstört. Drinnen erwartete uns dann ein fröhlich pfeifender Bahnmitarbeiter, der uns erzählte, das den ganzen Tag keine Züge nach Deutschland fahren würden. Allerdings gehe in wenigen Minuten ein Bus nach Mönchengladbach, ungefähr 30 Kilometer weiter.

Also gingen wir zu dem Busfahrer, und der erzählte uns vom Ausmaß der Katastrophe. Von Mönchengladbach aus gäbe es kaum Chancen, an diesem Tag noch weiterzukommen, nicht einmal mit dem Bus. Bis Köln und noch weiter führen ohnehin keine Züge, den ganzen Tag nicht und den morgigen wohl auch nicht.

Was nun? Zurück konnten wir nicht mehr, wir hätten für mindestens vier weitere Tage, wenn nicht sogar für eine Woche zahlen müssen, und es war wohl auch kein Ferienhäuschen mehr frei auf unserem Platz. Mit dem Zug weiter konnten wir ebenfalls nicht. Auch mit dem Auto sei es schwierig, erzählte der Busfahrer, auf den Straßen in NRW gebe es über 360 Kilometer Stau. Von wegen Schwarzseherei.

Also haben wir uns zu einer Verzweiflungstat entschlossen: Wir ließen uns mit dem Taxi nach hause fahren. Das klingt hirnverbrannter als es letztlich war. Mit unserem Gepäck, mit meiner Liebsten und ihrer Arthrose, und angesichts der Tatsache, dass wir nur im Besten Fall ein Häuschen noch bekommen hätten, bei dem wir so viel wie für die Taxifahrt hätten bezahlen müssen, und natürlich weil wir praktisch nicht nach hause gekommen wären, haben wir in den sauren Apfel gebissen. Wir hatten sogar Glück mit dem Stau, allerdings nicht mit dem Geld, obwohl wir schon eine Art Freundschaftspreis vom Unternehmen unseres Vertrauens bekamen.

Jedenfalls sind wir jetzt wieder im Lande, und dieses und mein Hauptblog werden sich wieder mit Artikeln füllen.

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Eine Nacht im Froschdom

Es ist tiefste Nacht. Die Menschen schlafen schon, nur wir beide sitzen noch auf der Holzbank am Seeufer, drei Meter vom Wasser entfernt. Hinter uns liegen rechts und links schicke Einfamilienhäuschen, tagsüber herrscht hier verhaltenes, aber wahrnehmbares Treiben. Jetzt aber ist alles still. Nach vorn weiten sich der Blick, das Gehör und das Herz hin zu dem kleinen See, auf dem Kinder im Sommer mit ihren Schlauchbooten fahren, und in dem sie planschen und schwimmen. Umgeben ist der See an vielen Stellen durch Hochwald. Steht man an seinem Ufer, hat man das Gefühl, in einen riesigen, vom Wald ausgesparten, glitzernden Hohlraum zu schauen oder zu lauschen.

Tagsüber gehören Wald und See den vielen Vogelarten, die hier beheimatet sind. Im Frühling denke ich manchmal, dass auch die Menschen nur Beiwerk sind im göttlichen Vogelkonzert. Ich liebe es, gerade am frühen Morgen vor dem Haus zu sitzen und den Vögeln zu lauschen, viele neue Vogelstimmen zu hören und zu genießen.

Nachts aber, wenn die Vögel im Frühling endgültig verstummt und die Menschen ins Bett gegangen sind, gehört die riesige Halle Wald und See den Fröschen und ihrem Quaken. Warum, so fragen wir uns, während wir Hand in Hand am Seeufer sitzen, hat noch niemand eine Ode an die Frösche und ihren Gesang verfasst? Wie ein mächtiges Gespräch, mal murmelnd, mal diskutierend, mal fröhlich plaudernd, immer aber den riesigen leeren Raum füllend, entfaltet sich das Froschkonzert. Mit Macht steigt jeder einzelne Ton empor und hebt mich mit hinauf auf seiner Reise, und es sind viele und vielfältige Töne.

Meine Liebste und ich hatten eine schwere Zeit. Davon habe ich nicht berichtet, und es ist auch nicht so wichtig. Aber wir haben uns schon Wochen lang auf die herrliche Erhabenheit unseres Froschdomes gefreut. Wenn Gott für mich eine Stimme hätte oder hat, dann liegt sie in diesen Nächten verborgen, in denen wir ganz allein am Seeufer sitzen und den Fröschen lauschen. Schon vor 30 Jahren, als meine Familie hier ein Haus besaß, habe ich nachts die Frösche gehört und ihr Konzert als spannend und beruhigend zugleich empfunden. Alle anderen Geräusche hatten sich verabschiedet, fröhlich und mächtig hatten die Frösche ihre nächtliche Herrschaft angetreten. Doch wenn man direkt am Wasser sitzt, entfaltet der vielstimmige Chor aus Quaken, Rufen, Murmeln und all den anderen Geräuschen erst seine volle Pracht. Für mich stiftet dieses Geräusch frieden, wie der leere Raum und der Wald ein leichtes Echo erzeugen, wie die Luft voll ausgefüllt wird.

Bis vor kurzem haben wir noch da gesessen, mitten in der Nacht, auf einer Bank am See, leise, damit die Menschen im Haus nebenan nicht erwachen. Vor drei Jahren haben wir das erstmals getan und uns eine Portion Frieden und Gelassenheit abgeholt, die wir lange im Alltag nutzen konnten. Jetzt war unser Akku vollkommen leer, und es wurde wieder Zeit für eine Nacht im Froschdom. Romantik, Frieden und Wohlbefinden finden wir dort im Überfluss, wie es so die Art der natur ist, wenn sie ihr Füllhorn über uns ausschüttet.

Nachts um zwei Uhr über menschenleere Wege zu wandern, wo nur ab und an ein Hund bellt, wenn man vorbei geht, ist auch etwas sehr entspannendes. Und während das Froschkonzert immer leiser wird, macht sich das Geschenk der Lebensfreude im Herzen breit und entzündet seine Flamme.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern einen Ort zum Ausruhen und Kraft Tanken.

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Vorstellungskraft und Vorfreude

Eigentlich bin ich immer aufgeregt, wenn ich mit dem Zug reise. Es muss immer viel bedacht werden, Umsteigen gefällt mir gar nicht, vor allem dann nicht, wenn ich binnen weniger Minuten durch den halben Bahnhof einer Großstadt hetzen muss, um meinen Anschlusszug noch zu kriegen. Und dann kann ja auch immer noch einiges schief gehen, wie neulich, als wir nach Berlin fuhren… – Aber das ist ein anderes Thema. – Also eigentlich bin ich immer vor Zugreisen extrem aufgeregt. Aber gerade habe ich eine unwiderstehliche Vorstellung.

Ich sitze in einem Zug, einer Doppeldeckerklapperkiste des Regionalverkehrs. Neben mir steht ein schwerer Rucksack, den ich mir vom Rücken gewuchtet habe, als wir eingestiegen sind. Mir gegenüber sitzt meine Liebste, ebenfalls mit einem sehr sehr schweren Rucksack bewaffnet. Es ist ein schöner Frühlingsmorgen, und wir verlassen den Bahnhof in Hagen und fahren mit der Sonne schräg links hinter uns in den Frühling hinein. Der Zug rattert über die Gleise, Menschen um uns her unterhalten sich fast im Slang meiner Heimat, während wir in Ennepetal halten und dann über Schwelm in Wuppertal einfahren. Viermal hält der Zug in Wuppertal, und ich höre den Dialekt, mit dem ich aufgewachsen bin. Meine Liebste sitzt mir gegenüber, den Kopfhörer auf den Ohren, aber ich lausche den Menschen, so nahe komme ich meiner Geburtsstadt Solingen selten. Schon in Düsseldorf, unserem nächsten Halt, wo der Bahnhof schon wie ein Flughafen wirkt, hat sich der Dialekt verändert, obwohl erst 15 Minuten vergangen sind. Ich atme tief durch und genieße den Frühlingsmorgen, den Arm auf den Rucksack neben mir gelegt, das Teil ist schwer und rutscht nicht. Wieder fährt der Zug weiter, diesmal halten wir in Neuss. Es ist Mittag, einige Menschen steigen zu, andere verabschieden sich lachend und scherzend. Man kann sogar einige Vögel hören, auch wenn der Verkehrslärm da ist.

Weiter geht die Fahrt nach Mönchengladbach. Der Zug ist nicht leer, auf den Gängen hört man niederrheinische Unterhaltungen. Und da: Habe ich da nicht… – Aber es wird wohl Einbildung gewesen sein. Eine knurrige Lautsprecherdurchsage beendet unseren Aufenthalt, während aus dem Gangfenster heraus letzte Verabschiedungen gerufen werden, aber dies ist ein Nahverkehrszug, man ist nicht lange weg und verabredet sich zum abendlichen Bier, während der Zug langsam anrollt.

Ja, eigentlich mag ich Bahnreisen gar nicht so gerne, aber jetzt entspanne ich mich, und ein Lächeln schleicht sich auf mein Gesicht. Meine Liebste nimmt die Kopfhörer ab, als wir 10 Minuten später in Viersen einfahren. Der Bahnhof ist klein, eine Lautsprecherstimme quäkt, die Vögel sind jetzt viel näher. Sonnenstrahlen fallen auf mein Gesicht, wärmen meine offene Jacke, streicheln meine Hand, die auf dem Rucksack liegt. Seit fünfeinhalb Stunden sind wir unterwegs, und jetzt fällt alles, was Stress geheißen hat, von uns ab. Gesprochen wird noch kaum bei uns, wir beschränken uns aufs Lauschen. Und da: – Der Fetzen einer Unterhaltung, ich glaube, diesmal habe ich mich nicht getäuscht.

Dülken heißt der nächste Bahnhof, und für mich halten wir nur, um wieder eine Portion Alltagsstress abzuladen; Ich sehe förmlich vor meinem geistigen Auge, wie er in riesigen Kisten aus dem Zug getragen wird. Dasselbe gilt für die Bahnhöfe Boisheim und Breyell, an denen nur das Klappern der Türen mitteilt, dass einzelne Menschen zu- oder ausgestiegen sind. Und dann halten wir in Kaldenkirchen, einem Stadtteil von Nettetal. Und hier verlässt mich jeder Zweifel, den ich irgendwo noch gehabt haben mag, hier geschieht, worauf ich schon so lange an diesem Morgen warte: Ich höre eine Unterhaltung im sachten, leicht singenden Tonfall meiner limburgischen Zweitwahlheimat, und unverkennbar in niederländischer Sprache. Als der Zug für 6 Minuten noch einmal anfährt, habe ich innerlich die Grenze überschritten.

Das nächste Geräusch, das sich zu meinen Ohren durcharbeitet und jeden Zug in meinem Inneren mühelos übertönt, ist das Klingeln der Eisenbahnschranke. Plötzlich fahren wir an dieser hellen Glocke vorbei, die hinter uns einen Ton tiefer wird, brav dem Doppler-Effekt folgend. Dieser Zug hätte an dieser Stelle auch vor 50 Jahren auf dieselbe Weise fahren können. Moderne? Pha! Weiche von mir, Satan, hier hast du keine Macht. Es wird Zeit, den schweren Rucksack zu schultern, aber mir ist vollkommen egal, wie schwer er ist, wie lange wir schon unterwegs sind. Eine zweite Eisenbahnschranke ist zu hören, und inzwischen haben wir auch die äußere Grenze hinter uns gelassen. Als wir in Venlo einfahren, sind wir bereit, meine Liebste und ich: Entspannt, glücklich und schon jetzt um einige Stresskilo leichter. Warme, laue Luft empfängt uns auf dem Bahnsteig. Wir werden eine halbe Stunde warten müssen, aber das ist uns vollkommen egal. Wir sitzen auf einer Bank am Bahnsteig und hören, wie Menschen vorbeischlendern. Hin und wieder sprechen sie miteinander, rufen sich über die Gleise etwas zu, einer Pfeift. Fehlt nur noch der Duft von Kaffee.

Und bald sitzen wir wieder in einem Zug, aber in was für einem. Ein kleines Bimmelbähnchen ist es, in dem man jede Schranke noch deutlicher hört, und es gibt einige davon auf unserem Weg. Die Stimmung ist wie in einem Kleinstadtbus, wo man sich kennt, obwohl das nicht sein kann. Es wird geplaudert, der Zugführer begrüßt jeden Gast mit einem Kopfnicken und einem „Hoi!“ Man hört die Einkaufstüten, dies ist ein absolutes Regionalbähnchen, und wenn es Verspätung hat, ist es auch egal. Dies hier ist eine Nachbarschaftseisenbahn, Fahrpläne sind nett, aber ab und an fällt das Ding auch einfach mal aus, ohne dass sich viele Leute darüber ärgern würden. So ist die Bahn halt. Und solange es diese Bähnchen noch gibt, genießt man es, oder man nimmt es als selbstverständlich hin. Frauen mittleren Alters fahren hier häufig, vom Einkaufen in Venlo zurück nach hause, oder zum Kleiderkauf ins Designer Outlet nach Roermond.

Die Stationen heißen jetzt Tegelen, Reuver und Swalmen, und sie werden vom Zugführer selbst mit singender Stimme in Terzen angekündigt: Die erste Silbe hoch, die letzte Silbe tiefer. Ich höre die Stimme genau. Nach Swalmen stehen wir auf, während wir wieder in einen mittelgroßen Bahnhof einfahren, ein Hort der normalen Geschäftigkeit nach diesen Milchkännchen der letzten halben Stunde. Roermond Hauptbahnhof, das Ziel unserer Bahnreise.

Ein Taxi und eine halbe Stunde später stehen wir, meine Liebste und ich, bepackt mit unseren Rucksäcken und im Vollbesitz unserer Lebensfreude auf einem kleinen Platz mitten im Wald. Sonne, Vögel und leichte, wundervoll reine Luft umgeben uns. Menschen wandern fröhlich umher, in der Ferne hört man Hämmer und Sägen, ein Radio bringt Popmusik, noch weiter entfernt. Der Knall einer Vogelscheuche erfüllt die Luft, dann meint man, irgendwo in der Ferne einen Hahn krähen zu hören. Vor uns geht die Tür des Büros auf und zu, und im Innern höre ich lachende Unterhaltungen.

Und wieder eine viertel Stunde später sitze ich auf einer Bank aus Holz vor einem kleinen Häuschen. Ich werde Stunden hier sitzen, wenn das Wetter es erlaubt. Einmal im Jahr muss es sein, einmal im Jahr muss ich hierher zurückkehren, um aufzutanken, die Geborgenheit kindlicher Zuneigung zu einem Ort fühlen, der längst nicht immer so schön ist, wie ich ihn in meiner Vorstellung male, aber für mich schon. Ich bin wieder auf Heelderpeel, meiner niederländischen Zweitheimat.

Dies alles stelle ich mir gerade mit unwiderstehlicher Kraft in meiner Fantasie vor. Doch halt: Schon morgen, schon in 24 Stunden, wird diese Vorstellung Wirklichkeit werden, und wenn nicht ganz genau so, dann doch fast. Und ich kann es kaum noch erwarten.

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Blogempfehlungen an einem freien Morgen

Eigentlich wollte ich ja heute Morgen eine Klangfarbensendung für Sonntag produzieren, weil wir übers Wochenende in Berlin sind zur
Ohrfunk-Jahreshauptversammlung. Aber meine Liebste schläft seit Wochen so schlecht, dass sie sich noch einmal hingelegt hat und wir am Wochenende eine Sendung wiederholen werden. Das führte dazu, dass ich unverhofft einen freien Morgen hatte. Und was habe ich damit gemacht? Ich habe endlich, endlich, endlich mal wieder in anderer Leute Blogs gelesen.

Es gibt Blogs, die werden ständig gelesen, die sind in, die werden ständig retweeted. Und es gibt Blogs, die fristen ein Schattendasein, weil sie nur wenige Leser haben, wenn sich ihre Betreiber auch unendliche Mühe geben. Ich weiß, wie so etwas funktioniert, ich lese selbst auch viel zu selten und gebe viel zu selten meine Empfehlungen ab. Gerade drei Blogger aber, die auch mir ständig die Stange gehalten haben in den letzten Jahren, möchte ich hier doch einmal empfehlen.

Da ist zum einen das Blog von Texthase Online. Dahinter verbirgt sich die freie Autorin und Texterin Paula Grimm. Mit ihren vielseitigen Tipps zum Self Publishing und zum Schreiben allgemein kann sie wertvolle, freundliche Hilfe für Menschen bieten, die gern im Internet schreiben und veröffentlichen möchten. Daneben finden sich ganz private Anmerkungen über den Verlauf ihrer Woche, Empfehlungen von Webseiten und auch philosophische Beiträge, zum Beispiel über die Bedeutung von Farben in der Alltagssprache, über Metaphern und den zugehörigen Zeitgeist. Wer gut mitliest erkennt schnell, dass sie ihre Ansichten aus einer zutiefst christlichen Weltsicht heraus entwickelt. Unter anderem das macht die nachdenklichen Texte für einen Atheisten wie mich so interessant. Die technische Hilfestellung beim Schreiben, die Empfehlung von Blogs und Webseiten, aber auch eigene Buchprojekte machen aus dem Blog und der dazugehörigen Webseite ein vielseitiges, interessantes Projekt.

Ein weiteres Blog, das ich viel zu selten lese, ist das Blog von Andijah. Schon die Person ist, wie ich aus eigenem Erleben weiß, sehr vielseitig und interessant, und vieles davon spiegelt sich in ihrem Blog wieder, wenn sie vom Leben auf dem Land, vom Bau und Ausbau ihres Hauses, von ihrer Leidenschaft für LKW berichtet. Und dann kommen auch hier plötzlich kritische, nachdenkliche Artikel, ausgelöst durch ein persönliches Erlebnis oder durch Diskussionen auf Twitter oder in anderen Medien. Andijah beweist, dass man über ein Blog irgendwie in Kontakt bleiben, von den neuesten Entwicklungen im eigenen Leben, bei der Arbeit und im Garten berichten kann, und dass man tiefschürfende Gedanken auf einfache Weise mitteilt. Gespräche mit Andijah haben mich schon zu so manchem Artikel in meinem eigenen Blog veranlasst. Ihr solltet dieses Blog unbedingt einmal lesen.

Dass ich noch einmal das Blog von Franz-Josef Hanke erwähnen würde, stand wohl zu erwarten. Ich habe mich bereits sehr gefreut, als er zu bloggen begann. Politik, Geschichte, Bürgerrechte, persönliche Erinnerungen und Omnibusse sind nur einige seiner Themen. In der Kürze liegt für ihn die Würze, und er kann das auch. Seine journalistisch hochwertigen Texte vermitteln das, was sie sagen wollen, in wenigen Absätzen, und man hat doch das Gefühl, viele interessante Dinge gelesen und Gedanken gedacht zu haben, die sich festsetzen. Ein klarer Blick auf unsere Gesellschaft und ihre politische Situation ist ein Merkmal seiner Arbeit in diesem Blog, und nicht nur dort.

Wenn ich mich mal wieder wundere, wie selten meine Blogs gelesen werden, sollte ich mir vor Augen führen, wie selten ich dazu komme, die Blogs zu lesen, die ich für besonders wertvoll halte, oder wie selten ich mir die Zeit nehme. Dabei ist der Austausch mit Menschen, die so viele interessante, tolle und weitblickende Dinge zu sagen haben immer sehr bereichernd.

Vielen Dank euch dreien und allen Bloggerinnen und Bloggern, die mit klaren, freundlichen und persönlichen Stimmen das Internet bereichern.

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Aus Franz-Josef Hankes Blog: Hartz raubt Menschenwürde: Wie viel Geld haben Sie in Ihrer Tasche?

„Fassungslos stehe ich da und frage mich, wer solche Gesetze verbrochen hat, in denen Leistungsberechtigte wie Verbrecher behandelt werden. Wut, Trotz und Trauer mischen sich in meinen Gefühlswallungen.“

So kommentiert Franz-Josef Hanke seine Antwort auf meinen Beitrag über meinen Besuch im Jobcenter und die neuen Formulare bei der Rückmeldung. Es ist schön, dass es Menschen gibt, die so klar Stellung gegen die unwürdige Behandlung von Menschen ohne Arbeit beziehen. Die Frage nach dem Bargeld in der Tasche ereilt inzwischen alle Arbeitslosen, nicht nur mich. Es geht hierbei nicht um mein persönliches Schicksal, sondern um die Würde aller Menschen ohne bezahlten Job. Deshalb sind so klare Stellungnahmen wie die von Franz-Josef Hanke so wichtig. Vielen Dank dafür.

via Hartz raubt Menschenwürde: Wie viel Geld haben Sie in Ihrer Tasche? | Franz-Josef Hanke.

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Aus meinem Privatblog: Blogempfehlungen an einem freien Morgen

Es gibt Blogs, die werden ständig gelesen, die sind in, die werden ständig retweeted. Und es gibt Blogs, die fristen ein Schattendasein, weil sie nur wenige Leser haben, wenn sich ihre Betreiber auch unendliche Mühe geben. Ich weiß, wie so etwas funktioniert, ich lese selbst auch viel zu selten und gebe viel zu selten meine Empfehlungen ab. Gerade drei Blogger aber, die auch mir ständig die Stange gehalten haben in den letzten Jahren, möchte ich hier doch einmal empfehlen.

via Blogempfehlungen an einem freien Morgen | Kleinigkeiten.

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Wie viel Geld haben Sie in ihrer Tasche? – Eine Jobcentergeschichte

„Haben Sie Bargeld bei sich? Und wenn ja, wie viel?“ Diese Frage wurde mir gestern völlig unvermittelt gestellt, und ich war gesetzlich dazu verpflichtet, sie zu beantworten. Nein: Ich bin nicht als Krimineller ins Gefängnis eingerückt und musste meine Wertsachen abgeben und die Annahme durch das Gefängnispersonal quittieren; Ich war lediglich beim KreisJobcenter und habe als Arbeitsloser den sogenannten Nachfolgeantrag gestellt, um auch in den nächsten sechs Monaten genug zu Essen zu haben. Gefühlt aber habe ich mich wie ein Verbrecher, der den Menschen und dem Staat auf der Tasche liegt und kein Recht hat, etwas für sich zu beanspruchen.

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Die Demokratie ist tot, und was nun?

Den folgenden Beitrag habe ich schon Anfang April für den Ohrfunk geschrieben, aber vergessen, ihn ins Blog zu stellen. Das hole ich hiermit nach.

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If I say the Words – Meine Hitparaden und ich

Irgendwo unter meinen tausend Kassetten, die in mehreren großen Kisten ihrer Verstaubung entgegenschlummern, befindet sich auch eine, deren B-Seite heute vor 30 Jahren aufgenommen wurde. Zuerst kann man dort ein paar Lieder hören, an die ich mich nicht mehr so genau erinnere, dann plötzlich ist nur die zweite Strophe eines Liedes zu hören, eines weithin unbekannten englischsprachigen Schlagers niederländischer Bauart. Das Lied hieß „If I say the Words“ und stammte von der niederländischen Gruppe BZN. Mit diesem Lied und mit diesem Tag begann meine Liebe zum niederländischen Radio, zur niederländischen Musik, ja meine Begeisterung für Popmusik überhaupt, und natürlich meine Liebe zu Hitparaden.

Als ich 13 war, kaufte meine Familie in den Niederlanden ein kleines Ferienhaus. Nicht am Meer, wo es alle hinzieht, sondern kurz hinter der Grenze in der Provinz Limburg, nahe bei der Stadt Roermond, die vielen Westdeutschen heute wegen des dort ansässigen Designer Outlets bekannt ist. Von da an lebte ich in einem Wunderland. Am Wochenende waren wir immer dort, und ich liebte die Stille, den Wald, den Sand unter meinen Füßen, den See hinterm Haus, die Enten im See, die meinen Freunden und mir die Brotstücke aus den Fingern nahmen, die Vögel in den Bäumen, die jedes Erwachen zu einem Fest machten, die Eichhörnchen, die morgens übers Dach liefen, um nach Nüssen zu jagen, das Hämmern und Sägen der Menschen, die fröhlich an ihren Häuschen arbeiteten, ihrem privaten Lebensglück, unterstützt von Nachbarn und Freunden, die einander fröhlich über die niedrigen Zäune und Hecken hinweg Klatsch, Infos und Freundlichkeiten mitteilten. Ich liebte den Gesang an den Abenden vor so manchem Haus, den Duft nach Rauch und Feuer, nach Grillgut und Dünger, nach Wald und Feld. Ich liebte das Knallen der Vogelscheuchen, das Planschen der Kinder im See, den Bass der Musik, die bei Festveranstaltungen aus dem Festsaal und der Kantine drangen. Ich liebte das Radio, das mir von ferne fremdartige Worte und Töne ins Haus brachte. Ich liebte das Frühstück draußen auf der Terrasse, während sich ein älterer Nachbar über unseren Zaun beugte und stundenlang mit uns schwatzte. Wir nannten ihn den Zaunkönig. – Und so könnte ich noch Stunden schwärmen von dem Paradies meiner Kindheit und Jugend. Mit zwei Freunden erkundete ich die Gegend und erlebte allerlei Abenteuer, wer mir wichtig war, dem wollte ich dieses wundervolle Kleinod zeigen, das noch heute tief in meinem Herzen lebt.

Ich darf sagen, dass wir bei unseren Nachbarn schnell beliebt waren und Freunde fanden. Deutsche und Niederländer gleichermaßen verstanden sich mit uns, und so mancher Samstag wurde in den kommenden Jahren zum Grill- und Feiertag. Aber unsere niederländischen Freunde sprachen deutsch mit uns, und wenn ich Radio hörte, schaltete ich meistens WDR 2 ein, der kurz hinter der Grenze gut zu empfangen war. Wenn ich damals Musiksendungen hörte, dann war es die Schlagerrallye auf WDR 2, die mir Mitte 1983 aufgefallen war. Mein erster Hit aus der Popmusik war „Moonlight Shadow“ von Mike Oldfield, und an der neuen deutschen Welle begeisterte mich fast ausschließlich Peter Schilling mit seinen Weltraum- und Science-Fiction-Songs.

Am liebsten hätte ich immer meine gesamten Schulferien auf Heelderpeel verbracht, so hieß der Campingplatz, auf dem unser Häuschen stand. Aber meine Eltern mussten oft arbeiten, und so war meistens nicht länger als eine Woche möglich. In den Osterferien 1984 hatten wir uns auf die erste Woche geeinigt. Meine Freunde Helmut und Mark waren auch da, und wir verlebten eine schöne Zeit. Eine Katze war uns zugelaufen, auf dem Platz gab es viele Katzen ohne Besitzer. Wir fütterten sie und versuchten, sie an uns zu gewöhnen, allerdings vergebens. Helmut hatte seine Vorliebe für die neue Musikrichtung Breakdance entdeckt, aber ich konnte damit überhaupt nichts anfangen. Trotzdem probierte ich an den strengen Rhythmen meine Schneidekünste aus, und wir produzierten ein Medley. Leider war die Woche viel zu schnell vorbei, und am 15. April hätten wir Heelderpeel verlassen müssen. Doch es gab eine Überraschung: Meine Schwester, 11 Jahre älter als ich und schon Mutter zweier Kinder, wollte eine Woche mit mir und meinem Freund Helmut auf Heelderpeel Urlaub machen. Es war eine der schönsten Wochen dieses Jahres. Meine Schwester war fröhlich und gut drauf, wir spielten einander Streiche, meine Freunde und ich waren viel unterwegs, wir kochten auch mal zusammen. Im Hintergrund lief Radio, meine Schwester hörte gern Musik. Aber sie war nicht auf WDR 2 festgelegt, sondern drehte am Senderwahlknopf und blieb, wo es ihr gefiel. So kam es, dass erstmals das Radio auf Hilversum 3, dem Pop-Sender der Niederlande, eingestellt war. Schnelle, spritzige Moderatoren waren dort zu hören, die ich nicht verstand, und überhaupt machte das Ganze für mich einen hektischen Eindruck. Aber meine Schwester war zufrieden, sie konnte oft ihr damaliges Lieblingslied hören: „Hello“ von Lionel Richie. Und sie erzählte mir, dass auf dem Video eine blinde Frau mit Langstock zu sehen sei, die durch die Straßen einer Stadt ginge.

Heute vor 30 Jahren, am Donnerstag, dem 19. April 1984, wurde meine Schwester von meinem Schwager abgeholt, und ein paar Stunden war ich allein in unserem Häuschen, bevor meine Eltern kamen und mit mir das Wochenende dort verbrachten. Ich weiß noch genau, wie das Häuschen aussah, der langgestreckte Wohnraum, der früher ein eigenes, kleines Zelthaus gewesen war. Hinten eine Küche und ein Bad angebaut, über den sandigen Hang hinweg und unterkellert, daran arbeitete mein Vater noch. Und wie ein L angebaut zwei Schlafzimmer: Eins für meine Eltern, eins für mich. Ich kniete an diesem Mittag vor meinem Bett und vor dem Radiogerät, das immer noch auf Hilversum 3 eingestellt war. Fasziniert hörte ich, dass offenbar eine Hitparade lief, obwohl ich kaum etwas verstand. Ich spitzte also die Ohren. Niederländische Zahlen kannte ich schon, also konnte ich die Plätze der einzelnen Lieder ermitteln. Leicht zu hören war auch, ob es sich um einen Aufsteiger oder absteiger handelte, und ich konnte auch ermitteln, wieviele Wochen das Lied bereits in der Hitparade vertreten war. Mit den Hitparaden auf Hilversum 3 begann ich, niederländisch zu lernen. Nicht alles war gut, was ich da an Musik hörte, längst nicht alles gefiel mir, aber ich lauschte fasziniert der Hitparade und bedauerte, dass es Donnerstag war. Donnerstags würde ich künftig selten Hitparaden hören können. Ich ahnte damals noch nicht, dass fast jeden Tag auf dem Sender eine Hitparade zu hören war. Der Sender wurde nämlich von verschiedenen öffentlich-rechtlichen Veranstaltern benutzt. Es gab einen katholischen Radiosender, der Sonntags sendete, einen sozialistischen, er war Dienstags dran, einen evangelischen, den hörte man Mittwochs, einen überkonfessionell christlichen, der Samstags seine Sendungen ausstrahlte, und drei reine Unterhaltungsstationen, die Montags, Donnerstags und Freitags sendeten. Freitags war es das berühmte „Radio Veronica“, der ehemalige Seesender, den man auch fälschlicherweise einen Piratensender genannt hatte. Donnerstags sendete die TROS, auch ein POP- und Unterhaltungssender. So war ich also mitten in die TROS Top 50 hineingeraten.

Was dann geschah, ist für sich genommen vollkommen unspektakulär. Ich döste ein. Wir hatten in den letzten Tagen oft die Nacht zum Tag gemacht, zusammen gesessen, auch mal ein Gläschen Wein getrunken, was für mich eine neue Erfahrung war. Ich war einfach platt, auch weil ich morgens noch mit meinen Freunden gewandert war. Jedenfalls döste ich während der Hitparade ein, vor dem Bett kniend, den Kopf auf dem Bett liegend, vor mir das Radiogerät, das leise lief. Gegen viertel nach fünf kamen meine Eltern zur Tür herein, und dabei wurde ich wach. Das erste, was ich hörte, war ein Lied. Eine Männerstimme sang: „If I say the words I want you, will you smile or let me down? Will you hold my hand or turn around?“ Dann ein kurzes Instrumental, und dann ein mehrstimmiger Gesang unter Führung einer Frau: „If you say the words I want you, I would never let you down. Love is golden like the morning sun, say the word and I’ll be yours.“ Aber da hatte ich längst den Aufnahmeknopf gedrückt und stand auf, um meine Eltern zu begrüßen.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=0t6Y4u3g4VU?rel=0&w=420&h=315]

 

Ich weiß nicht, warum „If I say the Words“ von BZN, das an diesem Tag Platz 6 der TROS top 50 war, einen so großen Eindruck auf mich gemacht hat. Vielleicht, weil ich an einer der schönsten Stellen des Liedes aufgewacht war. Es klang überirdisch schön für mich, obwohl es ein einfaches Schlagerliedchen ist, sagt mein Kopf. Aber es hat seinen Zauber nie verloren. Ich musste es unbedingt in voller Länge aufnehmen, und so verbrachte ich jede freie Minute am Radio, bis ich es endlich ergatterte. Anfangs ärgerte ich mich noch darüber, dass die niederländischen Moderatoren in die Liedanfänge sprachen, dass kaum ein Lied ausgespielt wurde, aber das verging schnell. Als ich dieses Lied suchte, in den Osterferien 1984, lernte ich die Hitparaden der niederländischen Sender kennen, die berühmten Moderatoren, die Vielfalt der neueren und älteren Popmusik, eine Hitparade, in der klassische Stückchen, experimentelle, teils elektronische Musik, Pop- und Rockröhren und kaum erträgliche niederländische und deutsche Schlager nebeneinander zu hören waren. Ich verliebte mich endgültig in Land und Leute, und in das Radio.

Heute mag ich es gemächlicher. Wenn ich selbst eine Sendung moderiere, muss ich nicht überall hineinquatschen, ich kann meine Infos auch nach dem Lied in aller Ruhe an die Hörerschaft bringen. Aber wenn ich bei einer Veranstaltung den DJ gebe, oder wenn ich unsere Partysendung beim Ohrfunk moderiere, dann sind mir die niederländischen Moderatoren mit ihrer spritzigen Fröhlichkeit oft noch immer ein Vorbild. Und wenn ich die alten Hitparaden noch einmal alle hören könnte: Wie gern würde ich das tun.

Und BZN? Die Gruppe wurde für lange Zeit meine Lieblingsband. Ich mochte nicht alles, aber vieles. Beim 25jährigen Jubiläum der Band im Jahre 1991 war ich live dabei. In den Niederlanden sind sie eine Legende, als sie sich 2007 nach 41 Jahren auflösten, wurde eine 13teilige Dokumentation über sie gedreht, und das Abschiedskonzert wurde live im Fernsehen und Radio übertragen. Ich habe inzwischen viele viele Dinge gehört, die künstlerisch anspruchsvoller und interessanter sind als die Lieder von BZN, aber diese Band wird für mich immer etwas besonderes bleiben, weil sie mit meinem Leben so eng verwoben ist. Und „If I say the words“ wird für immer das Lied bleiben, das ich mit meiner Liebe für die Niederlande, ihre Hitparaden und ihre Musik verbinde, und für die unbeschwerten und paradiesischen Teile meiner Kindheit und Jugend.

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