Gegen sog. kommissarische Reichsregierungen und persönliche Selbstverwaltungen

Vor einiger Zeit sagte mir jemand, der sich in den neuen Bewegungen „occupy“ und „echte Demokratie jetzt“ engagiert, dass es dort einige Sympathie für die Idee der sogenannten „Selbstverwaltungen“ gebe. Es handelt sich dabei um rechte Demagogen, die aus einem Bundesverfassungsgerichtsurteil, einem Konferenzprotokoll, der Wortdefinition eines Gesetzes und einer UN-Generalversammlungsresolution herleiten, dass das deutsche Reich nie untergegangen ist, dass die Bundesrepublik nicht mehr existiert, dass es keine staatlichen Behörden mehr gibt, dass die UNO jedem erlaube, in einem solchen Fall Hoheitsgewaltt auszuüben, und dass darum jeder jetzt die deutsche Reichsregierung spielen kann. Erstens muss man dann keine Steuern an die ungeliebte Bundesrepublik zahlen, zweitens kann man sich lauthals Hitler-Deutschland zurück wünschen. Neuester Schrei ist die Behauptung, die BRD sei eine GmbH, nur weil es eine Firma dieses Namens gibt, die dem Bund gehört. Da es in den neuen Bewegungen wie gesagt einige Liebäugelei mit diesem Gedankengut zu geben scheint, habe ich hier mal Texte und Quellen zusammengefasst, die ich einst für eine Debatte in einer geschlossenen Mailingliste erstellt habe. Da ich die Quellentexte in den Text eingefügt habe und ich das ganze jetzt veröffentlichen will, finden sich im folgenden Text keine Links, sondern Zitate. Er ist etwas kompliziert und nicht gut strukturiert, weil er aus mehreren selbstständigen Texten entstand. Ich hoffe aber, dass er als Argumentationshilfe gegen das rechte Gedankengut in den neuen Sozialbewegungen hilfreich ist.

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Zurück zur Religion? – Ein Plädoyer für den Erhalt der Menschenwürde

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“, sagt das Grundgesetz in seinem Artikel 1. Ich weiß nicht, ob es Ihnen so geht wie mir, aber für mich sorgt dieser Satz dafür, dass ich mich trotz aller Skandale, trotz aller sozialen Ungerechtigkeit und trotz allen politischen Betrugs immer noch im Grundsatz sicher fühle in diesem Land. Nun aber ist seit 8 Jahren ein Juristenstreit darüber ausgebrochen, welchen Stellenwert dieser Satz eigentlich hat, und das ist mehr als ein Fachgeplauder für Theoretiker. Dazu muss man der Frage nachgehen, was die Menschenwürde eigentlich ist, welche Rolle sie in unserer Verfassung spielt, und wie man die Verfassungswirklichkeit ändern kann, ohne den Text des Grundgesetzes anzurühren. All das möchte ich im Folgenden in möglichst einfachen Worten versuchen, und noch ein wenig mehr. Ich möchte ein Plädoyer halten für den Erhalt der Menschenwürde, ohne gleich verkrustete und rückständige religiöse Moralvorstellungen akzeptieren zu müssen.

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„Was für ein schöner Sonntag“ – Kommentar zur Wahl von Joachim Gauck

Nun haben wir also ein neues Staatsoberhaupt. Damit ist die unseelige Affäre Wulff endgültig vorbei, und wir können uns der Zukunft zuwenden.

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Wa(h)renhaus goes Print – „Momentaufnahmen aus Politik und Zeitgeschehen“

Ich kann es immer noch kaum fassen, dass einige Artikel dieses Blogs in Kürze als Buch erscheinen werden. Und doch ist es so. Wie es dazu kam und welche Gedanken ich mir so machte, möchte ich hier kurz erzählen.

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Nach dem Schuldenschnitt: Neue Diskussion um europäische Verfassung

Hurra! Die Griechenlandkrise ist vorbei, plötzlich geplatzt, und jetzt kann man sich wieder über eine EU-Verfassung streiten, meint zumindest Bundesaußenminister Guido Westerwelle. Denn schließlich sei Europa mehr als Krisenbewältigung.

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Die wundersame Auferstehung der FDP

Tot gesagte leben länger, sagt der Volksmund, und recht hat er. Ein aktuelles Beispiel könnte die FDP sein, um deren frei werdende Sitze im Bundestag sich bereits jetzt, 2 Jahre vor der Wahl, die nachrückenden Piraten reißen. Möglich wäre aber, dass man auch künftig auf die Liberalen zählen muss, auch wenn das kaum einer für möglich hielt.

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2 Meldungen aus dem Land der Moral

Es wird mal wieder Zeit, dass ich über 2 Meldungen aus Gottes eigenem Land berichte. Was? Sie meinen, ich meine die USA? Daneben: Ich spreche von Saudi-Arabien.

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Ins Mittelalter zurückgeurteilt, oder: Gebt Gott, was Gottes ist

Seit 10 Jahren sind die Niederlande immer wieder für politisch-religiöse Schlagzeilen gut. Mit dem Urteil, das ein Gericht in Amsterdam letzte Woche fällte, kann man sich aber wie im mittelalterlichen Investiturstreit fühlen, und zumindest ich kann nur verwundert den Kopf schütteln.

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Netz macht Meinung, oder: Wie ich in die Verkürzungsfalle ging

Eigentlich müsstte ich jetzt noch mal einen äußerst langen Artikel über Joachim Gauck schreiben. Aber irgendwann liest das keiner mehr, weil so viele so vieles schreiben, weil das Thema sich abnutzt, weil doch nichts mehr zu ändern ist oder weil wir uns alle immer wieder im Kreis drehen. Erlauben Sie mir daher, über mich zu schreiben, auch wenn Joachim Gauck in diesem Beitrag immer noch eine prominente Rolle spielen wird.

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Das Böse Netz: Kritik an der Kritik an der Kritik an Joachim Gauck

Im Internet könnte man meinen, der alte Bundespräsident sei der Neue. Schon wird der Amtsverzicht von Joachim Gauck gefordert, noch bevor er überhaupt im Amt ist. Darüber ärgern sich wiederum die Medien, aber sie sind auch selbst Schuld.

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